FilmArt

 

Scharf im Schauen

 

 

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Wer sich auf dem Feld der eigengen Sinne bewegt, kommt weit herum. Er lernt Menschen und Orte kennen, durchkreuzt lebendige und vergangene Zeiten und stößt auf die wundersamsten Tatsächlichkeiten des Lebens. Zur Haltung des Dokumentaristen gehört es gegen Anmaßungen, Zynismus und gegen die Überdosis an wild wuchernder Belibigkeit zu sein. FilmArt fühlt sich dem Kerngeschäft des Menschlichen verpflichtet. So zu produzierenist kein Muss, sondern ein Darf.

 

 

CARPE SENSUM

 

 

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Bilder geraten über unsere Wahrnehmung in das Unterbewusstsein und haben dort die Fähigkeit, Affekte und Impulse auszulösen. Wo es darum geht, die Stimmungen und Schwingungen, all diese Dinge, die in der Luft liegen zu erahnen, zu begreifen und filmisch abzubilden, ist vor allem eines verlangt: Integrität. In Zeiten, in denen Formeln und Prinzipien versagen, sollte die Produktion von Bildern kompromisslos und emotional sein.

 

 

SUBJEKTIV DURCHS OBJEKTIV

 

 

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Es ist die Kraft der Bilder, die Lust macht, die Welt neu zu sehen, zu hören und zu erfahren. In den Fotoarbeiten konzentriert sich FilmArt auf die Randerscheinungen des Alltags. Verlassene Orte, banal globale Straßenszenen, schräge Interieurs; aus dem Mit- und Gegeneinander unspektakulärer Sujets entsteht eine subjektiv geprägte Erlebniswelt, deren Ziel es ist, die Archivierung des Alltäglichen und den Blick für das Dahinter anzufachen.

 

 

BEWUSST UNBEWUSST

 

 

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Zuweilen hat das Nicht-Sichtbare und das Verschwundene eine größere Anziehungskraft als das Offensichtliche. Der Auslöser einer Kamera wird gedrückt, um dem Mysterium von Bild, Abbild, Raum und Zeit auf die Schliche zu kommen. Das Gespür für den richtigen Schwenk im richtigen Moment sollte man mitbringen. Es gilt, den Blick für die richtige Form zu schärfen, Sorgfalt in der Wahl der Mittel walten zu lassen und mit den Idealen einer besseren Welt in Einklang zu bringen.

 

 

EXISTENZERHELLUNG

 

 

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Der Dokumentarist nimmt Unzusammenhängendes als Zusammenhang wahr. Er stellt neue Bezüge her und benutzt die Kamera wie einen Notizblock. Alles ist ihm Gegenstand der Betrachtung. Die klassische Interieur taugt als Motiv genauso wie der Glanz postmoderner Architektur. Seine Weltsicht ist getragen von der Erkenntnis, dass nichts so ist, wie es zu sein scheint. Jedem filmischen oder fotografischen Akt muss ein intensives Erleben von Welt vorausgehen.

 

 

KUNST FINDET STADT

 

 

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In mehreren Arbeiten thematisiert FilmArt den Sehnsuchtsort Stadt. Oberflächlich betrachtet ist die Stadt ein Ort mit Menschen und Häusern. Doch hinter dieser Oberfläche verbirgt sich eine zweite, unruhigere Schicht – ein vielstimmiges Geflecht aus Wünschen, Hoffnungen und Zurückweisungen. Die Stadt lehrt uns, dass nur selten hier das Schöne und dort das Hässliche existiert; in jeder Erscheinung steckt der Keim des Gegenteils. Das Leben spielt sich im Dazwischen ab.

 

 

AUSGANGSPUNKT ENDSTATION

 

 

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FilmArt entdeckt Orte mit besonderen Atmosphären und macht sie zu Resonanzräumen des Inneren. Die Peripherie etwa ist ein Ort ohne Eigenschaften, ohne Anfang und Ende. Scheinbar geschichtslos, gedächtnislos und gerade deshalb interessant. Nicht Stadt, nicht Land, nicht zentral, aber auch nicht weit weg. Im Niemandsland zwischen Autobahnzubringern, verlassenen Parkplätzen und zersiedelten Einfamilienhäusern findet der Bildersuchende Motive von ungeahnter Tiefgründigkeit.

 

 

HEIMAT IM KOPF

 

 

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Vielleicht ist es an der Zeit, wenn es draußen zu ungemütlich wird, einen Ort zu finden, an dem man sich eine behagliche Sitzecke im Kopf baut, um sich zu sammeln und zu finden. Weil sich im digitalen Raum alles immer mehr verflüchtigt, weil sich vieles nicht mehr greifen und begreifen lässt, wächst die Sehsucht nach Orten des Bleibens und Ankommens. FilmArt widmet sich in ganz unterschiedlicher Weise dem Geheimnis und der Wiederkehr von Dingen aller Art.

 

 

ALLES GEHT – NICHTS MUSS

 

 

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Was ist gut? Was ist schlecht? Kann es ein ideales Maß in der Bildproduktion geben? FilmArt will das Verhältnis zwischen Kunst, vorgefundener Realität und fotografischem Abbild neu ausloten. FilmArt ist beseelt von der Idee, dass ein guter Film oder ein gutes Bild die Zeit für einen Moment lang still stehen lassen. Im Zentrum aller Aktivitäten stehen der besondere Moment sowie das Erkennen dieses Moments. Darum geht es FilmArt. Um nicht mehr, aber auch nicht um weniger.

 

Das Geheimnis der Kunst liegt darin, dass man nicht sucht, sondern findet.
— Pablo Picasso